Verein Berner Galerien
Auf zum Kunstgenuss in Bern, wo die Galerien des Vereins gemeinsam mit sieben Museums- und sechs Kulturpartner:innen gleichzeitig ihre Türen öffnen und zu einem inspirierenden Kunstparcours in Bern und Umgebung einladen. Die Galerist:innen und Künstler:innen sind persönlich anwesend und freuen sich auf den direkten Austausch mit den Besucher:innen.
Kommen Sie mit auf einen kostenlosen, geführten Rundgang mit Kunstvermittler:innen oder fahren Sie am Samstag mit auf der Bustour zur Galerie Henze & Ketterer in Wichtrach.
Der Verein Berner Galerien, gegründet 1985, vereint die führenden Galerien für zeitgenössische Kunst in der Stadt Bern. Sein Ziel ist es, Qualität und Seriosität in der Kunstvermittlung zu sichern und die zeitgenössische Kunst in Bern nachhaltig zu fördern.
«Mau luege.»
Manche gehen in eine Galerie, weil sie genau wissen, was sie sehen wollen. Andere, weil sie neugierig sind. Und einige folgen einfach der Aufforderung «Komm doch mit». Das Berner Galerien Wochenende ist für sie alle da. Es lädt dazu ein, Bekanntes wiederzusehen, Neues zu entdecken und sich überraschen zu lassen – von einem Werk, einer Installation, einem Gespräch oder von der eigenen Reaktion darauf.
Galerien sind besondere Orte in einer Stadt. Sie begleiten Künstler*innen, machen Werke sichtbar und sorgen dafür, dass künstlerische Arbeit ein Publikum, einen Markt und eine Öffentlichkeit findet. Sie sind Orte des Zeigens, aber auch des Fragens und Ausprobierens – und ein wichtiger Teil des kulturellen Ökosystems unserer Stadt.
Ein Wochenende wie dieses macht diese Arbeit auf besondere Weise erlebbar. Es verbindet Orte, die das ganze Jahr über Wichtiges leisten, und schafft Gelegenheiten, mehr zu sehen als an einem gewöhnlichen Samstag.
Ich danke den Galerien und allen, die dieses Wochenende möglich machen. Und ich freue mich, dass in Bern so viele Türen offenstehen. Gehen Sie hinein. Bleiben Sie dort, wo etwas Ihre Aufmerksamkeit weckt. Diskutieren Sie, widersprechen Sie, lassen Sie sich begeistern – und nehmen Sie ruhig auch einen Umweg. Vielleicht führt er zu einer Galerie, die Sie noch nicht kennen. Oder zu einer Arbeit, mit der Sie nicht gerechnet haben.
Denn Kunst verlangt nicht, dass wir uns einig sind. Nur, dass wir hinschauen. Was wir dabei entdecken? «Mau luege.»
Marieke Kruit, Stadtpräsidentin Bern
Galerien, Museums– und Kulturpartner:innen

Galerie Art+Vision
Moos, Flechten, Ranken – die Apokalypse ist grün. Marc Zaugg – Linogravur
Apokalypse verbinden wir gewöhnlich mit Weltvernichtung. Aber sie kann anders aussehen: Moos auf dem Bänkli, Flechten auf dem Stein, Ranken an Fassaden. Apokalypse bedeutet ursprünglich Enthüllung. Genau das, enthüllen die Bilder: Unser Planet gehört dem Grünzeug. Es ist die dominante Lebensform.

Druckatelier Tom Blaess
Gustavo Rivera Monotypien
Seit 1979 entwickeln der mexikanisch-stämmige Künstler Gustavo Ramos Rivera und der Meister-Drucker Tom Blaess ihren eigenen Dialog. In der neuen Serie Monotypien – Gumprints zeigen sich Riveras Farben und Rhythmen als spontane, poetische Werke, die mexikanische Wurzeln mit einer zeitgenössischen Bildsprache verbinden und mittels Drucktechniken hervorgebracht werden.

Galerie Béatrice Brunner
ZEICHNEN – Ausstellung in Zusammenarbeit mit Kunstraum Oktogon
Die Zeichnung hat unter den bildnerischen Mitteln den breitesten Fächer: er reicht von der Notiz bis zum autonomen Werk. Die Beschränkung auf Linien und Hell/Dunkel verpflichtet unausweichlich zu durchschaubaren Qualitäten. Zeichnen ist Sehen.
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Galerie Glaab
THE EDIT – THEN · NOW · NEXT
Die Ausstellung beleuchtet die wachsende kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung herausragender Kunst von Künstlerinnen. Historische und zeitgenössische Positionen treten in einen Dialog, laden ein, vertraute Perspektiven neu zu betrachten, etablierte Narrative in Bewegung zu setzen und zur nachhaltigen Verankerung weiblicher Positionen in der Geschichtsschreibung beizutragen.

Galerie Henze & Ketterer
Fritz Winter, Giovanni Manfredini, Druckgrafik und Gemälde des Expressionismus.
Im Mittelpunkt unseres Programmes steht das Spätwerk von Fritz Winter anlässlich seines 50. Todestages (2026). Ergänzend präsentieren wir Radierungen von E. L. Kirchner und Kunstwerke des Expressionismus. Im Kunst-Depot zeigen wir im Showroom Werke von Giovanni Manfredini, sowie grossformatige Gemälde der Nachkriegszeit und Gegenwart.

Kornfeld
Christian Denzler, skulls
Die Auseinandersetzung mit dem Körper zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk von Christian Denzler. Aus unzähligen Bleistiftlinien entsteht ein Kopf zwischen Klarheit und Auflösung. Verdichtete Flächen treffen auf suchende, fragile Linien – der Schädel wird weniger zum anatomischen Motiv als zu einer intensiven Studie über Vergänglichkeit und menschliche Präsenz.

Galerie da Mihi
Pat Noser – Gesunde Bilder
Die Ausstellung versammelt Heilpflanzen, Plattitüden und bekannt Affiges von Pat Noser und verschiebt den Blick auf Frauen jenseits der Fruchtbarkeit: Zwischen Kräuterwissen und Heilkunst wird genaues Hinschauen zu einer Form der Fürsorge für eine Gesellschaft, die aufmerksam bleiben will. Inwiefern können Werke selbst gesund sein und welche Heilwirkung können sie haben?

Kunstraum Oktogon
ZEICHNEN – in Zusammenarbeit mit Galerie Béatrice Brunner
Die Zeichnung hat unter den bildnerischen Mitteln den breitesten Fächer: Er reicht von der Notiz bis zum autonomen Werk. Die Beschränkung auf Linien und Hell-Dunkel verpflichtet unausweichlich zu durchschaubaren Qualitäten. Zeichnen ist Sehen.

Reflector Gallery
Nature Vivante – Flurina Sokoll, Marietta Schenk und Inga Steffens
Drei Berner Künstlerinnen zeigen zeitgenössische Objektkunst und Stillleben in Beschäftigungen mit dem Alltäglichen und gefundenen, gebrauchten Dingen. Zu sehen sind vitrinenartige Gebilde im Dialog, verstörend verlockende Assemblagen und Malerei, die das Kleine gross machen. Die Ausstellung sucht den Diskurs zu Gesellschaft, Konsum und Kultur.

_artundweise kunst- und denkraum
Inga Häusermann. Heinzen – Das grosse Lauschen I.
In der Reihe Das grosse Lauschen verdichtet die Künstlerin Bilder und raumbezogene atmosphärische Installationen. Im Zentrum steht stets die Kreatur, existentiell dem Leben ausgesetzt, in der Schwebe zwischen Sein und Nichtsein, Wachsein und Traum, Rätselhaftigkeit und Präsenz.

annex14
Struan Teague
(*1991 in Edinburgh) lässt sich von seinen Spaziergängen inspirieren. Es sind Erinnerungen an Gesehenes, doch sie werden nie direkt dargestellt. Mal flüchtig, mal fast rhythmisch finden sich Spuren in Öl, Acryl oder Bleistift auf dem Bildträger. Unzählige Schichten hauchdünner Farbe schaffen einen fein nuancierten Bildgrund, der eine räumliche Tiefe eröffnet.
Online Karte
Standorte, Programme & Adressen der Berner Galerien und Museums– sowie Kulturpartner:innen.
Geführte Rundgänge
Am Berner Galerien Wochenende 2027 bietet der Verein Berner Galerien geführte Spaziergänge an.












